Kooperation: Verwaltung soll Aufbau einer Sportschule in Kiel prüfen

11.09.2019

Kooperation: Verwaltung soll Aufbau einer Sportschule in Kiel prüfen

 

Schleswig-Holstein ist neben Bremen das einzige Bundesland, in dem es keine Eliteschule des Sports gibt: Dies wollen die sportpolitischen Sprecher*innen Philip Schüller (SPD), Daniela Sonders (Bündnis 90/Die Grünen) sowie der Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport, Christian Ziesmann (FDP), ändern. Sie beantragen daher – mit Unterstützung von CDU und SSW – im Ausschuss für Schule und Sport am 12. September, den Aufbau einer solchen Sportschule für Kiel zu prüfen:

 

„Als Landeshauptstadt bietet unsere Stadt die besten Voraussetzungen, um ein auf Sportler*innen zugeschnittenes Schulangebot zu entwickeln. Ob es das neue Hörnbad für die Schwimmer*innen, das Kunstturnzentrum für die Turner*innen oder die Sportplätze für die Leichtathlet*innen sind: Die Infrastruktur ist in den meisten Kieler Sportarten vorhanden. Wir wollen nun die Verzahnung von Schule und Sport weiter verbessern“, erklären Schüller, Sonders und Ziesmann die Idee. Ein solches Konzept könne allerdings nur in Zusammenarbeit mit dem Land Schleswig-Holstein und den verschiedenen Sportverbänden erarbeitet und umgesetzt werden.

 

Gespräche mit verschiedenen Verbänden hätten, so Schüller, Sonders und Ziesmann, Bedarf nach einer sportbetonten Schule offenbart. Ziel des Antrags sei daher, dass die Verwaltung eine Gesamtabfrage bei den Schulen und den Kieler Vereinen starte, ob Interesse nach einer solchen Schulform bestehe. Bei positivem Ergebnis sollten Gespräche mit der Landesregierung, Vertreter*innen interessierter Schulen, den Koordinierungslehrer*innen des Sports, dem Landessportverband, der Sportjugend und dem Sportverband Kiel folgen. Schüller, Sonders und Ziesmann: „Wir stehen am Anfang eines längeren Prozesses. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt mit der Arbeit beginnen. In Kiel gibt es viele erfolgreiche Sportler*innen. Wir möchten, dass diese so lange wie möglich in Kiel bleiben können. Auch aus sozialen Gesichtspunkten ist ein solches Modell deshalb aus unserer Sicht förderungsfähig.“

 

Bereits jetzt gebe es erfolgreiche Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen mit sportbetonten Schulklassen am Ernst-Barlach-Gymnasium mit dem THW Kiel und Holstein Kiel oder an der Gemeinschaftsschule Friedrichsort zum Segelsport. Durch eine solche Kooperation zwischen einer Kieler Schule und dem Leistungssport könne die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sportlich sowie schulisch gefördert werden.

 

 

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