Bei Stadtbahn–Träumen muss Wasser in den Wein gegossen werden

06.09.2017

Presseinformation

Nr. 51 / 2017    Kiel, 06. September 2017

Verkehrspolitik

Bei Stadtbahn – Träumen muss Wasser in den Wein gegossen werden

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Dieselgipfels bringt Kiels OB Kämpfer die Stadtbahn ins Spiel. Hierzu sagt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Nach gegenwärtiger Beschlusslage kann der OB ja nur die in Prüfung befindliche Stadtbahnlinie nach Schilksee meinen. Diese wird aber ein teures Unterfangen.
Denn die beiden bestehenden Hochbrücken, die über den Nord-Ostsee-Kanal führen, sind für eine Stadtbahn nicht geeignet. Wenn man denn an dem Projekt festhalten will, wird es also auf eine dritte Hochbrücke hinauslaufen. Diese würde allerdings allein schon über 22,5 Mio. Euro kosten, zuzüglich der Dammbaukosten für die Anbindungen auf beiden Seiten.

Hinzu kämen dann natürlich auch noch die Kosten für die Trasse. Aus den ehemaligen SRB-Planungen wissen wir ja, dass sich die Investitionskosten des innerstädtischen Netzes auf „7,1 Mio. EUR“ pro Kilometer belaufen würden. Davon hätte die Stadt je nach Förderkulisse um die 4 Mio. Euro selbst zu tragen.

Abgesehen davon würde die FDP-Ratsfraktion bei der Realisierung einer Stadtbahnlinie keiner Lösung zustimmen, die funktionierende Wirtschaftsstrukturen und Einkaufsbereiche wie beispielsweise die Holtenauer Straße zerstören würde. Man muss dies ja auch vor dem Hintergrund des ohnehin durch Baumaßnahmen gebeutelten Kieler Einzelhandels sehen.

Vor diesem Hintergrund können und müssen die für Kiel vorgesehenen zusätzlichen Mittel zur Luftverbesserung zeitnaher und effektiver beispielsweise für die KVG-Fahrzeuge und die Förderung der Elektromobilität eingesetzt werden, was durch modernere Antriebstechniken für Schiffe zu ergänzen ist.“

V. i. S. d. P.                                                                                                                                         

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer                  

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