Ein Diesel – Fahrverbot würde Kiel weitgehend lahmlegen

29.11.2017

Presseinformation

Nr. 68 / 2017    Kiel, 29. November 2017

Umweltpolitik

Ein Diesel – Fahrverbot würde Kiel weitgehend lahmlegen

Zu den Überlegungen, mit Fahrverboten in Kiel auf die Schadstoffbelastungen zu reagieren, sagt
FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Von den über 100.000 in Kiel zugelassenen PKW sind rund ein Drittel Dieselfahrzeuge. Bei den über 9.000 Nutzfahrzeugen beträgt der Diesel – Anteil sogar über 95 Prozent. Angesichts dieser Zahlen kann man sich leicht ausmalen, dass das ins Gespräch gebrachtes Diesel-Fahrverbot Kiel mehr oder weniger lahmlegen würde.

Betroffen wäre nicht nur der gesamte Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr, sondern auch der Öffentliche Personennahverkehr. Hinzu kommen die Menschen, die mit einem Diesel nach Kiel pendeln.

Eine weiträumige Fahrverbotszone wird sich nicht durchsetzen lassen, punktuelle Zonen werden zu Ausweichverkehren führen, die unterm Strich kontraproduktiv sind. Die Leute würden trotzdem mit ihrem Auto fahren, weil sie gar keine anderen Möglichkeiten haben.
Letztlich sind doch nicht die Diesel-Fahrer in die Verantwortung zu nehmen, sondern die Autohersteller.

Vor diesem Hintergrund sind alle Beteiligten aufgefordert, weiter konsequent andere Lösungen als Diesel-Fahrverbote zu erarbeiten.“

V. i. S. d. P.                                                                                           

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer                                       

Zurück