Jugendkriminalität: Prävention ist billiger als die durch Straftaten entstehenden Kosten

30.11.2017

Presseinformation

Nr. 69 / 2017    Kiel, 30. November 2017

Jugendkriminalität

Erfreuliche Tendenzen – Prävention ist billiger als die durch Straftaten entstehenden Kosten

Zu dem Bericht zur Jugendkriminalität 2016 sagt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Die in dem Bericht zum Ausdruck kommenden Tendenzen sind erfreulich.
Die Bekämpfung der Jugendkriminalität beginnt nicht erst dann, wenn Jugendliche oder Heranwachsende straffällig werden, sondern bereits weitaus früher.
Der daraus folgende Leitgedanke, dass jede Investition in Prävention billiger ist als alle Kosten, die durch Straftaten, deren Verfolgung und durch Resozialisierung entstehen, hat offenbar positive Wirkung entfaltet. 
Hier ist beispielsweise festzustellen, dass in den Kieler Jugend- und Kinderbetreuungseinrichtungen bereits eine Fülle von Projekten und Maßnahmen zur Gewaltprävention umgesetzt werden, wie aus den jährlichen Berichten zur Jugendkriminalität hervorgeht.
Der präventive Ansatz findet sich auch in der Zusammenarbeit von Schule, Polizei, Jugendarbeit und Allgemeinen Sozialdienst wieder. Es gilt, diese institutionelle Zusammenarbeit weiterhin konstruktiv zu begleiten und fortlaufend zu evaluieren.

Darüber hinaus ist zu sehen, dass die Motivation vieler jugendlicher Straftäter weniger aus niederträchtigen Gründen wie Habgier oder Brutalität herrührt als meist aus einer entsprechenden Perspektivlosigkeit. Einen entscheidenden Faktor stellen daher Investitionen in Bildung dar, denn diese gehören zu den wichtigsten und effizientesten Präventionsmaßnahmen. Diese Ansatzpunkte wird die FDP-Ratsfraktion auch weiterhin mit Nachdruck unterstützen.“

V. i. S. d. P.                                                                                           

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

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